Quercetin vs. Fisetin vs. Kombinierte Senolytika: Die Wissenschaft hinter synergistischen Formulierungen

Wenn du dich mit Senolytika beschäftigst, hast du dich wahrscheinlich gefragt: Soll ich Quercetin oder Fisetin einnehmen? Oder beides? Und welche anderen Verbindungen sind wichtig für die zelluläre Gesundheit?

In der Biohacker-Community wird oft die Debatte zwischen Einzelpräparaten und umfassenden Formulierungen geführt. Dieser Artikel beleuchtet die wissenschaftlichen Grundlagen von Senolytika,

Was sind Senolytika?

Senolytika sind Verbindungen, die gezielt den programmierten Zelltod (Apoptose) in seneszenten Zellen auslösen – den sogenannten „Zombie-Zellen“. Das sind geschädigte Zellen, die sich nicht mehr teilen, aber auch nicht absterben. Stattdessen sammeln sie sich mit zunehmendem Alter an und setzen entzündungsfördernde Moleküle frei (das Senescence-Associated Secretory Phenotype, SASP), die:

  • umliegende gesunde Zellen schädigen
  • chronische Entzündungen fördern
  • die Gewebefunktion beeinträchtigen
  • zu altersbedingten Erkrankungen beitragen

Im Gegensatz zu Antioxidantien, die Zellen schützen, oder antientzündlichen Wirkstoffen, die Symptome lindern, beseitigen Senolytika die Ursache, indem sie seneszente Zellen aus dem Gewebe entfernen.

Der senolytische Mechanismus

Senescent cells resist apoptosis through upregulated survival Seneszente Zellen schützen sich aktiv vor Apoptose, insbesondere über folgende Überlebenswege:

  • BCL-2-Familienproteine (anti-apoptotisch)
  • PI3K/AKT-Signalweg (Überlebenssignale)
  • veränderte p53-Signalwege

Wirksame Senolytika blockieren diese Pfade und machen seneszente Zellen angreifbar, während gesunde Zellen weitgehend verschont bleiben.

Quercetin vs. Fisetin: Ein direkter Vergleich

Quercetin – das klassische Senolytikum

Hauptmechanismus: Hemmung anti-apoptotischer Proteine (BCL-2, BCL-xL), Störung des PI3K/AKT-Signalwegs

Senolytische Stärke: Moderat; besonders wirksam bei seneszenten Endothelzellen

Zusätzliche Vorteile:

  • stark antioxidativ (Fänger freier Radikale)
  • antientzündlich (hemmt NF-κB und das NLRP3-Inflammasom)
  • kardiovaskuläre Unterstützung (verbesserte Endothelfunktion, NO-Produktion)
  • neuroprotektive Effekte

Studien-Dosis: 500–1.000 mg pro Tag 

Bioverfügbarkeit: Gering; Phytosomen können die Aufnahme um das bis zu 20-Fache erhöhen

Am besten geeignet für: kardiovaskuläre Gesundheit, Entzündungsregulation, breiten antioxidativen Schutz

Fisetin – das stärkere Senolytikum

Hauptmechanismus: stärkere Hemmung von Überlebenswegen; fördert Apoptose über PI3K/AKT- und mTOR-Modulation

Senolytische Stärke: In präklinischen Studien deutlich potenter als Quercetin; wirkt bei mehreren Zelltypen

Zusätzliche Vorteile:

  • neuroprotektiv
  • reduziert SASP stärker als Quercetin
  • lebensverlängernde Effekte in Tiermodellen
  • antientzündlich

Bioverfügbarkeit: ebenfalls gering

Studien-Dosis: 100–500 mg pro Tag, teilweise hochdosiert und intermittierend

Am besten geeignet für: gezielte Entfernung seneszenter Zellen, Neuroprotektion, maximale senolytische Wirkung

Fazit:

Fisetin zeigt eine stärkere direkte senolytische Wirkung, während Quercetin breitere systemische Vorteile – insbesondere für Herz und Gefäße – bietet.

Die wegweisende Forschung von Kirkland, Tchkonia und Kolleg*innen an der Mayo Clinic kombinierte Quercetin mit Dasatinib – ein Hinweis darauf, dass Quercetin in Kombination besser wirkt als allein.

Über Senolytika hinaus: Warum zelluläre Gesundheit einen Multi-Faktor-Ansatz erfordert

Die Beschränkung auf Senolytika adressiert lediglich ein Kennzeichen des Alterns. Eine umfassende zelluläre Gesundheit erfordert:

  • Senolyse: Entfernung bestehender Zombie-Zellen.
  • Seneszenz-Prävention: Schutz gesunder Zellen vor der Seneszenz-Entwicklung.
  • Autophagie: Eliminierung beschädigter Proteine und Organellen, bevor sie Seneszenz triggern.
  • Mitochondriale Gesundheit: Erhaltung der Energieproduktion und Reduzierung von oxidativem Stress.
  • Antioxidative Abwehr: Neutralisierung freier Radikale, die DNA und Proteine schädigen.

Die isolierte Einnahme von Quercetin oder Fisetin behandelt nur den ersten Punkt.

Der synergistische Ansatz: AVEA Cell Primer

Der Cell Primer wurde entwickelt, um mehrere Mechanismen gleichzeitig anzusprechen und so die zelluläre Gesundheit umfassend zu unterstützen.

1.  Doppelte Senolytika: Quercefit® Quercetin (500 mg) + Fisetin (125 mg)

Warum beide?

  • unterschiedliche Wirkmechanismen:
    • Quercetin → BCL-2
    • Fisetin → PI3K/AKT, mTOR
  • breitere Wirksamkeit auf verschiedene seneszente Zelltypen
  • wissenschaftlicher Präzedenzfall (Mayo Clinic)

Quercetin: entzündungshemmend, antioxidativ, vaskulär schützend
Fisetin: stärkere senolytische Wirkung, neuroprotektiv

Quercefit® – der Bioverfügbarkeitsvorteil

Standard-Quercetin ist schlecht wasserlöslich und wird nur schwach absorbiert (ca. 20 %).

Quercefit® nutzt Phytosomen (Phospholipid-Bindung), wodurch:

  • die Aufnahme um das bis zu 20-Fache steigt
  • 500 mg Quercefit® ≈ 10.000 mg Standard-Quercetin entsprechen
  • stabile Blutspiegel erreicht werden
  • Verträglichkeit steigt (keine Hochdosis-Nebenwirkungen)

Die Kombination aus hoch bioverfügbarem Quercetin und Fisetin ermöglicht eine effizientere Eliminierung seneszenter Zellen als beide Wirkstoffe isoliert.

2. Spermidin – Aktivierung der Autophagie

Dosis: 3 mg (aus 300 mg Weizenkeimextrakt)

Funktion: Spermidin aktiviert Autophagie-Gene (ATG) und unterstützt den Abbau beschädigter Proteine und Organellen.

Synergie:

  • Senolytika → entfernen bestehende seneszente Zellen
  • Spermidin → verhindert die Bildung neuer

Weitere Vorteile: Herz-Kreislauf-Gesundheit, mitochondrialer Schutz

3. PQQ – Mitochondrienbiogenese & Mitophagie

Dosis: 20 mg

Funktion: PQQ aktiviert PGC-1α und CREB und:

  • fördert Bildung neuer Mitochondrien
  • unterstützt den Abbau defekter Mitochondrien
  • steigert ATP-Produktion

Synergie: Optimiert Energiehaushalt und reduziert ROS, die Seneszenz fördern.

4. Ergothionein – das Longevity-Antioxidans

Dosis: 5 mg

Funktion:

  • konzentriert sich in Mitochondrien und Stammzellen
  • neutralisiert ROS/RNS
  • schützt mitochondriale und zelluläre DNA

Synergie: Schützt gesunde Zellen vor oxidativem Stress – dem Auslöser für neue Seneszenz.

5. Selen – Basis des antioxidativen Enzymsystems

Dosis: 120 µg (L-Selenomethionin)

Funktion:

  • Cofaktor für Glutathionperoxidasen und Thioredoxinreduktasen
  • schützt vor oxidativen DNA- und Proteinschäden
  • unterstützt Schilddrüsen- und Energiestoffwechsel

Synergie: Selen + Ergothionein = enzymatischer + direkter Schutz vor oxidativem Stress.

Warum Kombinationen besser wirken

1. Bekämpfung mehrerer Kennzeichen des Alterns

Die Forschung listet mindestens 12 Kennzeichen des Alterns auf. Cell Primer zielt gleichzeitig auf fünf ab:

  • Zelluläre Seneszenz (Quercetin, Fisetin)
  • Verlust der Proteostase (Spermidin via Autophagie)
  • Mitochondriale Dysfunktion (PQQ)
  • Oxidativer Stress (Ergothionein, Selen)
  • Stammzellenerschöpfung (Ergothionein)

2. Prävention + Intervention

  • Senolytika (Quercetin + Fisetin): Beseitigen den bestehenden Schaden.
  • Autophagie-Aktivierung (Spermidin): Verhindern zukünftigen Schaden.
  • Mitochondriale Unterstützung (PQQ): Halten die Energieproduktion aufrecht und reduzieren ROS.
  • Antioxidative Abwehr (Ergothionein + Selen): Schützen vor Auslösern.

3. Optimale Dosierung & Bioverfügbarkeit

Wer alles einzeln nimmt, hat folgende Probleme:

  • Man schluckt 5–6 verschiedene Kapseln täglich (umständlich).
  • Die Verhältnisse stimmen oft nicht (zu viel von dem einen, zu wenig vom anderen).
  • Das Timing ist kompliziert.
  • Es ist teurer und man muss mehrere Marken verwalten.

4. Forschungserprobte Verhältnisse

Die Cell Primer Formel basiert auf klinischen Erkenntnissen:

  • Quercetin 500 mg: Angelehnt an die Mayo Clinic Senolytika-Protokolle.
  • Fisetin 125 mg: Im Bereich, der in präklinischen Studien wirksam ist.
  • Ausgewogene Unterstützung: Dosen, die die Senolytika-Wirkung perfekt ergänzen.

Wann Einzelpräparate Sinn machen

Nimm alleiniges Quercetin, wenn:

  • Dein Hauptziel die Herz-Kreislauf-Gesundheit oder Allergie-Unterstützung ist.
  • Du bereits umfassende Langlebigkeits-Präparate einnimmst.
  • Du maximale Freiheit bei der Dosierung möchtest.

Nimm alleiniges Fisetin, wenn:

  • Du dich primär auf die Reduzierung der Zombie-Zell-Last fokussierst.
  • Du intermittierende Hochdosis-Protokolle fährst.
  • Neuroprotektion deine höchste Priorität hat.

Wähle eine Kombinationsformel wie Cell Primer, wenn:

  • Du eine ganzheitliche Zellgesundheit anstrebst.
  • Du Wert auf Komfort und optimierte Verhältnisse legst.
  • Du von synergetischen Effekten profitieren möchtest.
  • Du mehrere Alterungsprozesse gleichzeitig angehen willst.

Praktische Realität: Warum Biohacker Formulierungen bevorzugen

Einzelsupplementation:

  • mehrere Produkte
  • hoher Kostenaufwand
  • fehlende Synergien

Cell Primer bietet:

  • alle Wirkstoffe in optimalen Verhältnissen
  • ein einziges Produkt
  • wissenschaftlich abgestimmte Formulierung

Fazit: Strategische Zellunterstützung

Die Frage ist nicht „Quercetin vs. Fisetin“ – sie lautet: „Wie unterstütze ich meine Zellgesundheit am effektivsten?“

Senolytika sind stark, aber nur ein Werkzeug. Umfassende Zellgesundheit bedeutet:

  • Zombie-Zellen eliminieren.
  • Neue seneszente Zellen verhindern.
  • Mitochondrien-Qualität erhalten.
  • Vor oxidativem Schaden schützen.

Der Cell Primer wurde entwickelt, um all das in einer wissenschaftlich fundierten Formel zu vereinen.

Wenn du deine Longevity auf zellulärer Ebene optimieren willst, ist der effizienteste Weg nicht die Wahl zwischen zwei Einzelstoffen – sondern die Wahl einer strategischen Kombination, die das volle Spektrum der zellulären Alterung abdeckt.

Von Sophie Chabloz

Sophie is the co-founder and Chief Science Officer at Avea, focusing on developing innovative supplements with an emphasis on ingredient synergies. She holds an MSc in Food Science, Nutrition & Health from ETH Zurich, underpinning her strong scientific and industry expertise.

Sophie is the co-founder and Chief Science Officer at Avea, focusing on developing innovative supplements with an emphasis on ingredient synergies. She holds an MSc in Food Science, Nutrition & Health from ETH Zurich, underpinning her strong scientific and industry expertise.

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